BERBION - Effiziente stoffliche und energetische Nutzung von Bioressourcen

Projektbeschreibung

Das BERBION-Projekt ist ein Verbundvorhaben mit 13 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand. 

Ziel ist die vollständige Verwertung regionaler Bioressourcen (=organische Abfälle und Abwässer). Erfassung und Behandlung der Bioressourcen sowie die Nutzung energetischer und stofflicher Produkte sind Gegenstand des Forschungsprojektes. 

Als konkretes Fallbeispiel dient der Hamburger Bezirk Bergedorf modellhaft für andere Regionen aufgrund seiner vielfältigen Flächennutzungen, z.B. Innenstadt- und Wohngebiete, Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Gewerbe, Parks und Naturschutzgebiete. Für diesen wird ein Konzept erstellt, dass von 2014 bis 2021 umgesetzt werden soll.

Es wird die gesamte Bandbreite von festen und flüssigen organischen Abfällen untersucht. Schwerpunkte bilden Küchenabfälle, Gras von extensiv bewirtschafteten Wiesen, Straßenbegleitgrün, Rasenschnitt (öffentliche Flächen, Privathaushalte, etc.), Holzreste und gemischte Grünabfälle (Hecken-, Strauchschnitt, etc.). 

Bei Flächen des Natur- und Landschaftsschutzes besteht die Maßgabe, dass Pflege- und Schutzmaßnahmen beibehalten oder verstärkt werden. Entnommen wird nur solches Material, welches keine andere Verwertung findet.

Die Doktorarbeit „Anaerobe Fermentation von Mischgrün“ beschäftigt sich insbesondere mit verschiedenen Aufbereitungs- (Trennen, Zerkleinern, etc.) und Vorbehandlungsverfahren (Dampfdruckaufschluss, Mikrowelle, Ultraschall, etc.) von Grünabfällen. 

Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts zur stofflichen und energetischen Nutzung von Grünabfällen, mit welchem eine dauerhafte Bereitstellung von Biogas über das Jahr gewährleistet werden kann. Bearbeitet werden folgende Bereiche: 

  1. Charakterisierung der anfallenden Grünabfälle in Abhängigkeit von der Jahreszeit und ihrer derzeitigen Verwendung
  2. Untersuchung von Stoffströmen auf ihr energetisches Potential, wobei Einflussfaktoren wie Bodenbeschaffenheit, Wetter, Nährstoffverfügbarkeit, Umweltverträglichkeit etc. beachtet werden 
  3. Test von Aufbereitungs- (Trennen, Zerkleinern, etc.) als auch Vorbehandlungsverfahren (Dampfdruckaufschluss, Ultraschall, etc.) mit dem Ziel optimale energetische Ausbeuten zu erzielen
  4. Ermittlung der Zusammenhänge - maximaler Energieertrag, chemische Zusammensetzung der verschiedenen Substratströme 
  5. Erarbeitung eines Konzeptes zur ganzjährigen Bereitstellung eines grundlastfähigen „Bioenergieträgers“
  6. Test an einer Technikums-Anlage zur Trockenfermentation (4 Reaktoren je 120 L) 

Projektpartner: 
Stadtreinigung Hamburg (SRH), Hamburger Stadtentwässerung (HSE), Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ), Johann Heinrich von Thünen Institut (vTI), Institut für Abwasserwirtschaft & Gewässerschutz (TUHH-AWW), Institut für Verkehrsplanung & Logistik (TUHH-VPL), Bezirksamt Bergedorf (BB), Ingenieurbüro für Abfallwirtschaft (IFAS), Dr. Kim Kleeberg

Publikationen und weitere Informationen finden Sie auf

www.berbion.de 

www.tuhh.de/iue 

Kurzportrait

Verwertete Biomasse:
Bioressourcen (organische Abfälle und Abwässer)
Projektgebiet:
Stadtbezirk Hamburg – Bergedorf
Projektträger:
Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der Technischen Universität Hamburg Harburg
Projektlaufzeit:
2009 - 2013
Gefördert von:
Im Programm „Bioenergie 2021“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, gefördert durch das BMBF und PTJ
Kontakt:

Prof. Kerstin Kuchta kuchta(at)tuhh.de
Helmut Adwiraah adwiraah(at)tuhh.de
Dipl.-Ing. Saskia Oldenburg saskia.oldenburg(at)tuhh.de