ELKE - Etablierung einer extensiven Landnutzungsstrategie auf der Grundlage einer Flexibilisierung des Kompensationsinstrumentariums der Eingriffsregelung

Projektbeschreibung

Gegenstand des von der FNR geförderten Vorhabens ist die Ausarbeitung von Konzepten zur sinnvollen Nutzung von Kompensationsflächen für den Anbau nachwachsender Rohstoffe.

Hierzu ist einerseits anhand von Literaturrecherchen die ökologische Vorzüglichkeit bestimmter, auch in ökonomischer Hinsicht, umsetzbarer Anbauverfahren zu betrachten. Dabei sollen sowohl Schnellwuchsplantagen, als auch andere Anbausysteme (Zweikulturen-Nutzungssystem, Agroforst etc.) betrachtet werden. Auf der anderen Seite sind in der Studie naturschutzfachliche und -rechtliche Abschätzungen zu treffen, unter welchen Voraussetzungen derartige Anbauverfahren eine ökologische Aufwertung im Sinne einer Kompensationsmaßnahme bedeuten können. Hierbei sind teils erheblich unterschiedliche Rahmenbedingungen (Richtlinien, Verordnungen) in den einzelnen Bundesländern zu berücksichtigen.

Im Erfolgsfall könnten Kompensationsmaßnahmen künftig unter bestimmten Voraussetzungen (Extensivierung) für den Anbau nachwachsender Rohstoffe genutzt werden, was die Potentiale entsprechend erhöhen würde.

In einem weiterführenden Schritt soll die Erprobung der untersuchten Konzepte in der Praxis erfolgen. Hierzu werden Beteiligte aus Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Verwaltung und Unternehmen vor Ort in Modellregionen an einen Tisch gebracht, um gemeinsam eine regionale, extensive Landnutzungsstrategie zu erarbeiten. Anhand der entstehenden Praxisflächen werden die Anbausysteme auf ihre Leistungen für den Naturund Umweltschutz hin analysiert.

Publikationen 

Heck, P. und F. Wagener (2007): Nachwachsende Rohstoffe als Option für den
Naturschutz. Tagungsbericht des Symposiums Energiepflanzen 

Artikel "Mehrnutzung statt Konkurenz" erschienen in den DLG-Mitteilungen, 02/2008

Pressemitteilung "Naturschutz durch Nutzung - Energiepflanzen machens möglich" der FNR vom 11. August 2008 zum Auftakt der Phase II

Artikel "Nachwachsende Rohstoffe als Option für den Naturschutz", erschienen in Garten + Landschaft "Kultur, Energie und Landschaft", 03/2009

Aufsatz "Wald - Flächennutzungsalternativen. Landschaft wieder mehr in Nutzung nehmen und Vielfalt durch Landbau steigern", erschienen in: Landbauforschung - vTI Agriculture and Forestry Research Sonderheft 327, 2009: Tagungsband BMELVSymposium "Gesamtstrategie Wald 2020", 10.-11.Dez. 2008, Berlin 

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Kurzportrait

Verwertete Biomasse:
Anbaubiomasse aus extensiven Anbausystemen (Agrarholzanbau, insbesondere Kurzumtriebsgehölze und Agroforstsysteme, Gemengeanbau)
Projektgebiet:
Modellstandorte Freising (Bayern), Marpingen (Saarland), Spelle (Niedersachsen) und Zülowniederung (Brandenburg), assoziierte Modellstandorte Freiburg (Baden-Würrtemberg) und Allendorf (Hessen)
Projektträger:
Fachhochschule Trier - Umwelt-Campus Birkenfeld - FB Umweltplanung/Umwelttechnik - Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS)
Kontakt:
Dipl.-Ing. Agr. Frank Wagener, f.wagener(at)umweltcampus.de;Dipl.-Ing. agr. Jörg Böhmer, j.boehmer(at)umwelt-campus.de
Projektlaufzeit:
Phase I und II: 01.01.2007 bis 31.05.2009, Phase III - in Vorbereitung
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