Hackschnitzelheizwerk Brakel

Projektbeschreibung

Unter dem Leitmotiv "Ressourcen aus der Region für die Region nutzen" hat die Gesellschaft zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe GmbH im nordrhein-westfälischen Brakel in ein Holzhackschnitzel-Heizwerk und den Nahwärmeverbund Brakel investiert, die durch diese ebenfalls betrieben werden. Gesellschafter der GNR sind drei Partner, die über die notwendigen Kernkompetenzen zum Betrieb des Heizkraftwerks und des Nahwärmeverbunds verfügen:die Agrardienst GmbH (zuständig für Logistik und Hackertechnik, Holz und Rohstoffe, kaufmännische und geschäftsführende Leistungen), die E.ON-Energieservice (zuständig für den technischen Betrieb und übergeordnete Leittechnik) und die Stratmann Städtereinigung (zuständig für Altholzversorgung, Containerlogistik und Entsorgung der Asche).

In dem Heizwerk wird neben Wald- und Waldrestholz auch Landschaftspflegeholz aus der Hecken- und Knickpflege sowie Straßenbegleitgrün verwertet. Die Rohstoffversorgung erfolgt durch Landwirte, Forstwirte, Lohnunternehmer und regionale Spediteure, die das Material im Anschluss an die Pflegemaßnahmen zum Heizwerk bringen. Das Einzugsgebiet der Biomassebeschaffung erstreckt sich in bis zu 80 km Entfernung. Eine Lagerung der nicht direkt verwertbaren Materialien erfolgt kurzfristig vor Ort in einer Lagerhalle.

Die beiden Holzkessel mit je 1,2 MW Leistung des schweizer Fabrikats "Holzheizkessel Müller" sind seit 2003 in Betrieb. Zur Deckung von Spitzenlasten existieren zwei weitere Gaskessel mit je 1 MW Leistung. Jährlich werden, je nach Bedarf, ca. 6.900.000 kWh Wärme erzeugt. Der Brennstoffbedarf an holziger Biomasse liegt bei ca. 7000 sm³ jährlich.

Das Heizwerk versorgt im 1.400 m langen Nahwärmenetz zwei Schulen, ein Gebäude der Landwirtschaftskammer, die Kolpingwerke sowie den landwirtschaftlichen Kreisverband Höxter-Warburg. Die Betreiber des Heizwerkes erhalten für die gelieferte Wärme eine Vergütung, die mit den Wärmeabnehmern vertraglich festgelegt ist.Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf 1,5 Mio. €uro. Diese Investition wurde teils vom Land Nordrhein-Westfalen aus Mitteln der „Holzabsatzförderung“ unterstützt. Die Wirtschaftlichkeit wird durch die Nutzung regionaler Rohstoffe, kurze Wege, geringe Logistikkosten und durch die Wertschöpfung im ländlichen Raum garantiert.

Kurzportrait

Verwertete Biomasse:
Landschaftspflegeholz, Waldholz, Waldrestholz, Hecken, Knicks, Straßenbegleitgrün
Art der Verwertung:
Verbrennung
Lage des Projekts:
33034 Brakel , Nordrhein-Westfalen
Betreiber:
Gesellschaft zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe GmbH
Kontakt:
Norbert Hofnagel
E-Mail:
Norbert.Hofnagel[at]mr-hoexter-warburg.com
Link:
http://www.bioenergieregion.kreis-hoexter.de
In Betrieb seit:
2003